Deutsche Weihnachtslieder

Wer kennt es noch? Das Singen unterm Weihnachtsbaum. Wenn man erst einmal angefangen hat, fallen einem viele Lieder ein. Advent, Advent, ein Lichtlein brennt, O Tannenbaum und Stille Nacht, heilige Nacht um nur ein paar zu nennen. Deutsche Weihnachtslieder gibt es viele. Die meisten der heute bekannten Weihnachtslieder stammen aus dem späten Mittelalter. Sie wurden aus Kirchenliedern entwickelt und haben über die Jahrhunderte viele Wandlungen durchgemacht. Dadurch kann ein deutsches Weihnachtslied in Bayern andere Textstellen haben, als z.B. in Schleswig-Holstein.
Doch auch moderne Texte finden ihren Weg in die Textbücher. Jedes Kind kennt In der Weihnachtsbäckerei und kann es lauthals mitsingen. Dabei ist dieses Lied erst 1987 entstanden. Ob die Lieder auf CD gekauft werden, um das Weihnachtsessen stimmungsvoll zu untermalen, die Melodien im Internet heruntergeladen werden, weil man kein Instrument spielt und trotzdem mitsingen möchte oder ob man die Lieder im Notenbuch kauft. Das Ergebnis bleibt dasselbe: Deutsche Weihnachtslieder sind eine Tradition, die man nicht missen möchte.

Es ist ein Ros entsprungen
Es ist ein Ros entsprungen
aus einer Wurzel zart.
Wie uns die Alten sungen,
von Jesse kam die Art.
Und hat ein Blümlein bracht,
mitten im kalten Winter,
wohl zu der halben Nacht.

Das Blümlein, das ich meine,
davon Jessaia sagt,
hat uns gebracht alleine
Marie, die reine Magd.
Aus Gottes ew'gem Rat
hat sie ein Kind geboren,
wohl zu der halben Nacht.

Wir bitten dich von Herzen.
Maria Rose zart:
Durch vieles Blümleins Schmerzen,
die es empfunden hat,
wollst uns verhilflich sein,
daß wir ihm mögen schaffen
ein Wohnung hübsch und fein.

Autor: Michael Praetorius

Der Christbaum ist der schönste Baum
Der Christbaum ist der schönste Baum,
den wir auf Erden kennen.
Im Garten kein, im engsten Raum,
wie lieblich blüht der Wunderbaum,
wenn seine Lichter brennen
ja brennen.

Denn sieh, in dieser Wundernacht
ist einst der Herr geboren,
der Heiland, der uns selig macht.
Hätt’ er den Himmel nicht gebracht,
wär’ alle Welt verloren,
verloren.

Doch nun ist Freud’ und Seligkeit,
ist jede Nacht voll Kerzen.
Auch dir, mein Kind, ist das bereit't;
dein Jesus schenkt dir alles heut',
gern wohnt er dir im Herzen,
im Herzen.

O laß ihn ein! Er ist kein Traum,
er wählt dein Herz zum Garten,
will pflanzen in den engen Raum
den allerschönsten Wunderbaum
und seiner treulich warten,
ja warten.

Autor: Johannes Karl

Maria durch ein Dornwald ging
Maria durch ein Dornwald ging.
Kyrieleison!
Maria durch ein' Dornwald ging,
der hatte in sieben Jahr'n kein Laub getragen!
Jesus und Maria.

Was trug Maria unterm Herzen?
Kyrieleison!
Ein kleines Kindlein ohne Schmerzen,
das trug Maria unter ihrem Herzen.
Jesus und Maria.

Da haben die Dornen Rosen getrag'n;
Kyrieleison!
Als das Kindlein durch den Wald getragen,
da haben die Dornen Rosen getragen!
Jesus und Maria.

Wie soll dem Kind sein Name sein?
Kyrieleison!
Der Name, der soll Christus sein,
das war von Anfang der Name sein!
Jesus und Maria.

Wer soll dem Kind sein Täufer sein?
Kyrieleison!
Das soll der Sankt Johannes sein,
der soll dem Kind sein Täufer sein!
Jesus und Maria.

Was kriegt das Kind zum Patengeld?
Kyrieleison!
Den Himmel und die ganze Welt,
das kriegt das Kind zum Patengeld!
Jesus und Maria.

Wer hat erlöst die Welt allein?
Kyrieleison.
Das hat getan das Christkindlein,
das hat erlöst die Welt allein!
Jesus und Maria.

Autor: Volkslied

Morgen Kinder wird's was geben
Morgen, Kinder, wirds was geben,
morgen werden wir uns freun!
Welch ein Jubel, welch ein Leben
wird in unsrem Hause sein!
Einmal werden wir noch wach,
heißa, dann ist Weihnachtstag!

Wie wird dann die Stube glänzen
von der großen Lichterzahl!
Schöner als bei frohen Tänzen
ein geputzter Kronensaal.
Wisst ihr noch wie vor`ges Jahr
es am Heil`gen Abend war?

Wisst ihr noch mein Räderpferdchen,
Malchens nette Schäferin,
Jettchens Küche mit den Herden
und dem blankgeputzten Zinn?
Heinrichs bunten Harlekin
mit der gelben Violin?

Welch ein schöner Tag ist morgen!
Viele Freunde hoffen wir!
Uns`re lieben Eltern sorgen
lange, lange schon dafür.
O gewiss, wer sie nicht ehrt,
ist der ganzen Lust nicht wert!

Autor: unbekannt

Stern über Bethlehem
Stern über Bethlehem, zeig uns den Weg,
führ uns zur Krippe hin, zeig wo sie steht,
leuchte du uns voran, bis wir dort sind,
Stern über Bethlehem, führ uns zum Kind.

Stern über Bethlehem, nun bleibst du stehn
und lässt uns alle das Wunder hier sehn,
das da geschehen, was niemand gedacht,
Stern über Bethlehem, in dieser Nacht.

Stern über Bethlehem, wir sind am Ziel,
denn dieser arme Stall birgt doch so viel!
Du hast uns Hergeführt, wir danken dir.
Stern über Bethlehem, wir bleiben hier!

Stern über Bethlehem, kehrn wir zurück,
steht noch dein heller Schein in unserm Blick,
und was uns froh gemacht, teilen wir aus,
Stern über Bethlehem, schein auch zu Haus!

Autor: Alfred Hans Zoller

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